Kulturbaustelle – Bauen ohne Grenzen
10. November 2009
Kulturbaustelle – Bauen ohne Grenzen
Projekt will Wettbewerbsvorteile durch Stärkung der interkulturellen Kompetenz verbessern
Die Bauwirtschaft ist der größte Einzelwirtschaftszweig der deutschen Volkswirtschaft. Mit etwa 2 Mio. Beschäftigten ist die Bauwirtschaft darauf angewiesen, dass die Rahmenbedingungen des Marktes unternehmensfreundlich gestaltet werden und für Chancengleichheit gesorgt wird.
Ausgangslage:
Mehr als 100 Nationen arbeiten innerhalb dieser Branche – nicht selten auf engstem Baustellenraum. Die unterschiedlichen Kulturstandards der Mitarbeiter führen – auch während ihrer ausführenden Tätigkeiten – nicht selten zu menschlichen Spannungen und Missverständnissen, die Kosten verursachen können.
Der Anteil ausländischer Arbeitnehmer in der Bauindustrie beträgt weit über 50%. Die oftmals unterschätzten Probleme der Ausgrenzung, Diskriminierung oder des latenten Rassismus gerade auf Baustellen (hier gemeint große, mittlere und kleine Bauprojekte) führen nicht selten zu erheblichen Problemen.
Ziel:
Unser Projekt möchte durch spezielle Trainings helfen, interkulturelle Unterschiede kennen, tolerieren und akzeptieren zu lernen. Bereits auf dem Markt angebotene Trainings finden oftmals losgelöst vom Tagesgeschäft statt. Das Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW e.V. möchte im Rahmen dieses XENOS-Projektes, Arbeitsumgebung und interkulturelles Training miteinander kombinieren, um das interkulturelle Verständnis unter realen Baustellnbedingungen zu stärken.

Zielgruppen:
Auszubildende, Umschüler und Teilnehmer weiterer Qualifikationen werden somit während praktischen Phasen (also bereits auf den Lehrbaustellen im ABZ Kerpen) interkulturell geschult. Neben den üblichen Schlüsselqualifikationen soll so das Verständnis für andere Kulturen, Verhaltensweisen, Ehrenkodexe, Kommunikationsformen und Einstellungen (auch im Rahmen von Seminaren und Rollenspielen) gestärkt werden und Handlungsweisen geprobt werden.
Die Einbeziehung der künftigen Arbeitsumgebung macht es den Teilnehmern im späteren Berufsleben leichter, die gelernten und gespeicherten interkulturellen Informationen „abzurufen”. Des Weiteren werden durch die Trainings Ansätze im Bereich des Krisenmanagements geprobt, die selbstverständlich auch einen arbeitsschutz- und sicherheitsrelevanten Hintergrund verfolgen.
Wissen ist in unserer heutigen Gesellschaft ein Wettbewerbsfaktor. Sowohl im Privatleben als auch im Berufsleben nimmt Wissen und lebenslanger Wissenserwerb eine immer wichtigere Position ein. Gerade in Unternehmen spielt das Management von Wissen eine große Rolle. Gut genutztes und erweitertes Unternehmenswissen bedeutet nicht nur Wettbewerbsvorteile sondern kann auch die Existenz von Unternehmen und damit die Existenz der einzelnen Beschäftigten sichern. Dies gilt nicht nur für Großunternehmen sondern auch für Klein- und mittelständische Unternehmen (KMU).
Insbesondere wird der Umgang mit anderen Kulturen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf nationalen und internationalen “Kulturbaustellen” einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bedeuten und wichtiges interkulturelles Gut nutzbar machen.
Interkulturellen Trainings haben bereits begonnen und entsprechende Trainingsinhalte werden derzeit inhaltlich und grafisch aufbereitet.
Kulturbaustelle (PDF Präsentation)




