Maurer /-in
Aufgaben und Tätigkeiten im Überblick
Maurer und Maurerinnen arbeiten nach den Entwürfen und Plänen des Architekten, planen jedoch ihre spezifische Arbeit selbst. Zunächst betonieren sie das Fundament und setzen Decken und Zwischenwände ein. Anschließend mauern sie das Mauerwerk aus einzelnen Steinen oder setzen es aus Fertigteilen zusammen. Nach Dämm- und Isolierungsarbeiten verputzen sie es.
Darüber hinaus führen Maurer/innen auch zusätzliche Arbeiten im Tiefbau und im Ausbau durch, vom Ausbaggern der Baugrube über den Einbau von Treppen bis hin zum Plattenverlegen. Bei Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten stellen sie Bauschäden und deren Ursachen fest und führen Abbrucharbeiten durch. Zu ihren Aufgaben gehört es auch, Maßnahmen zur Qualitätssicherung zu treffen und ihre Arbeiten zu dokumentieren und zu berechnen.
Nach der neuen Handwerksordnung können sich Maurer/innen nach erfolgreich abgelegter Meisterprüfung oder sechsjähriger Gesellentätigkeit (davon vier Jahre in leitender Stellung) im zulassungspflichtigen Maurer- und Betonbauerhandwerk selbstständig machen.
Ihren Arbeitsplatz haben Maurer/innen vor allem in Betrieben des Baugewerbes, zum Beispiel bei Hochbauunternehmen, Betonbaufirmen, Sanierungs- und Modernisierungsunternehmen oder im Fertighausbau. Dort sind sie auf wechselnden Baustellen tätig.
Die Ausbildung im Überblick
Maurer/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO). Er ist dem Berufsfeld Bautechnik zugeordnet.
Der Monoberuf wird ohne Spezialisierung nach Fachrichtungen oder Schwerpunkten in Industrie und Handwerk ausgebildet.
Die Ausbildung kann in zwei Stufen erfolgen. Nach Abschluss der 1. Stufe (2 Jahre) Hochbaufach- arbeiter/in wird in der 2. Stufe (1 Jahr) der Berufsabschluss Maurer/in erworben.
Eine schulische Ausbildung ist ebenfalls möglich.
Die Ausbildung dauert 3 Jahre.


